Donnerstag, 16. Oktober 2014

Was bedeutet "Mehrwert" im Content Marketing?


Content Marketing ist ohne den Schlüsselbegriff "Mehrwert" überhaupt nicht denkbar. Jedoch zahlt sich die Investition in die Planung, Produktion und Promotion hochwertiger Inhalte mit Zielgruppen-Zusatznutzen erst auf Dauer für Unternehmen aus. Denn hier geht es um den sukzessiven Aufbau auf Vertrauen basierter, langfristiger Beziehungen. Der Mehrwert fungiert dabei als "Kuppler" und soll zukünftige Leads anbahnen. Ein Beitrag über die Rolle des Mehrwerts im Content Marketing.


Der Erfolg von Content Marketing steht und fällt mit dem Mehrwert. Darunter ist ein Zusatznutzen für die Zielgruppe zu verstehen, der über rein werbliche Zwecke hinausgeht (oder sogar weitgehend davon entkoppelt sein kann), indem er wertvolle Informationen oder Unterhaltsames aus dem Umfeld des Unternehmens und seines Portfolios bietet. Damit ist der Mehrwert konstitutiv für die Auswahl, Ausrichtung und Beschaffenheit des Contents. Um dies an einem Beispiel zu verdeutlichen: Vorbildlich für diese neue Form der Unternehmenskommunikation ist das Online-Magazin Journey von Coca Cola. Darin wird nicht die Marke an sich beworben, sondern es werden interessante Storys rund um die Marke erzählt – mit der Absicht, die Zielgruppe über das mit dem Markenversprechen verknüpfte Lebensgefühl von sich zu begeistern. Infotainment par excellence.
Oder machen wir es an meinem Blog-Artikel selbst fest: Wenn Sie zu meiner Zielgruppe gehören und Ihnen meine Informationen zum Thema "Mehrwert" beruflich oder geschäftlich etwas bringen, dann ist dieser Content hier mit einem Mehrwert für Sie verbunden. Sie haben einen spezifischen Nutzen davon, und Ihnen geht möglicherweise soeben ein Licht auf. Gleichzeitig weise ich mich so aber auch als Experte auf diesem Gebiet aus und bringe mich dadurch "unaufdringlich" als potentieller Content-Marketing-Anbieter in Stellung. Wozu Sie den letzten Satz natürlich sofort wieder vergessen sollten … Er dient nur zur Veranschaulichung, versteht sich.


Relevante Inhalte als Türöffner


Beim Beziehungsaufbau zwischen Unternehmen und Zielgruppen kommt dem Mehrwert also eine Schlüsselrolle zu. Er dient als Türöffner. Die Schnittstelle zwischen unternehmerischen Interessen und Zielgruppennutzen stelle ich mir dabei immer als Nadelöhr vor, durch welches man "muss", will man wechselseitig voneinander profitieren. Das geht nur mit der richtigen Strategie und dem daraus abgeleiteten zielgruppenrelevanten Content. Sprich: Die Inhalte müssen sowohl zum Erreichen der Unternehmensziele beitragen als auch der Zielgruppe einen Mehrwert bieten, damit überhaupt von hochwertigem Content im Sinne beider Seiten gesprochen werden kann. Da die geradezu fundamentale Bedeutung des Mehrwerts aber vor allem von Neueinsteigern oft unterschätzt oder gar völlig missverstanden wird, lohnt es sich, den Begriff einmal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.
So schlage ich mich eigentlich schon seit meiner Anfangszeit als PR-Freelancer selbst damit herum. Etwa wenn es darum geht, Presseinformationen über einen immanenten Servicecharakter für Leser in den Medien zu lancieren oder informative Newsletter für Stakeholder zu konzipieren. Naturgemäß aber mit der vergleichsweise großen Streubreite der Public Relations. Zu Recht auch im Marketing angekommen ist der Mehrwert (im obigen Sinne) hingegen erst in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrzehnts, wie es scheint. Dann allerdings mit Nachdruck und als Reaktion auf die zunehmende Emanzipation der Zielgruppen von der überwiegend werblichen Einbahnstraßen-Kommunikation früherer Tage. Der Siegeszug der Suchmaschinen und die immer besseren Möglichkeiten, das Internet selbstständig und immer gezielter nach Informationen über Produkte, Dienstleistungen und Anbieter durchforsten zu können, haben dieses Umdenken dringend erforderlich gemacht.


Mehrwertige Zielgruppeninformation


Social Media Marketing, Inbound Marketing und Content Marketing sind also in erster Linie als folgerichtiger Reflex auf die Werbemüdigkeit und Werbeblindheit der Zielgruppen zu betrachten: Da es immer schlechter ankam, gleich mit der Tür ins Haus zu fallen, sind mit diesen neuen Spielarten des Marketings auch dort die eher subtil an die Unternehmensziele gekoppelten mehrwertigen Zielgruppeninformationen in den Fokus gerückt. Und damit die Bereitstellung, Promotion und Kuration hochwertiger Inhalte via Internet.
Beim Umdenken ist das Marketing in seiner Funktion als Dienstleister großen Teilen seiner Klientel jedoch noch weit voraus. Zumindest in Deutschland. Wie aktuelle Umfragen zeigen, hinkt hier insbesondere der Mittelstand unter anderem wohl infolge seines grundsätzlichen Misstrauens gegenüber dem digitalen Wandel noch arg hinterher. Hinzu kommt: Auch das mit dem Mehrwert für die Zielgruppe ist längst nicht in allen Köpfen angekommen, da man hier oft noch alten betriebswirtschaftlichen Denkansätzen verhaftet ist. "Wieso sollen wir in etwas investieren, was nur unserer Zielgruppe was bringt?", hat mich neulich wieder mal ein Kunde gefragt. Klarer Fall von Missverständnisalarm.


Beziehungsaufbau durch Vertrauen


Denn ebenso wie in der PR geht es speziell beim Content Marketing um den sukzessiven Aufbau langfristiger Beziehungen, nicht um "One-Night-Stands", und das dazu nötige Vertrauen wird dabei durch zielgruppenrelevante Inhalte mit Mehrwert generiert. Sprich: Es gilt, seine Zielgruppe nach und nach mittels guter inhaltlicher Angebote davon zu überzeugen, dass es sich für sie auch tatsächlich lohnt, Fan oder Follower im Social Web zu werden oder den Corporate Blog zu abonnieren. Dazu sollte ein Möbelhaus nicht etwa über sein Sortiment bloggen, sondern über modernen Wohnkomfort und Einrichtungstrends, um es noch einmal anhand eines Beispiels zu konkretisieren. Der Mehrwert für die Zielgruppe liegt dann auf der Hand: Im Idealfall fühlt sie sich bestens umsorgt und wird über lang oder kurz Kunde des Möbelhauses.
Aus Anbietersicht sind hochwertige Inhalte mit Zusatznutzen für die Zielgruppe also eine notwendige und hinreichende Bedingung für zukünftige Leads. Aber das dauert natürlich etwas. Daher ist es nachvollziehbar, wenn nicht wenige kleine Unternehmen noch zögern, kurzerhand Bugdets für den Reboot ihrer Unternehmenskommunikation lockerzumachen – vor allem wenn der Erfolg erstens nicht allzu leicht messbar ist und zweitens seine Zeit braucht. Klar ist: Um zur Einsicht in die mit Content Marketing verbundenen Chancen zu gelangen, muss man zunächst einmal verstehen, was Zielgruppen heutzutage interessiert und welche mit den eigenen Unternehmensthemen- und zielen verknüpften Informationen diesen einen Mehrwert bieten könnten. Auch das erfordert hier und da ein Umdenken Umschwenken. Aber muss man dazu eigentlich nicht immer bereit sein, wenn man dauerhaft im Markt bestehen möchte …?

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Freitag, 10. Oktober 2014

Webseiten: Zehn zielführende Tipps für Unternehmen


Unternehmenswebseiten sind auch in Zeiten von Facebook & Co. unverzichtbare Kommunikationsinstrumente – wenn sie über eine entsprechende Reichweite verfügen. Um Zielgruppen hierhin zu lotsen, müssen jedoch viele Voraussetzungen erfüllt sein. Einige der wichtigsten davon werden in diesem Beitrag vorgestellt und kurz erläutert. 


Neulich habe ich irgendwo im Internet gelesen, dass Unternehmenswebseiten zunehmend an Bedeutung verlieren, weil sich Zielgruppen heute vornehmlich via Social Media über Anbieter, Produkte und Dienstleistungen informieren. Leider weiß ich nicht mehr genau wo … Ich schließe allerdings aus, dass es sich um einen schlechten Traum gehandelt hat – sonst würde mir dieser beunruhigende Gedanke nicht immer noch im Kopf rumschwirren. Wieso beunruhigend?, werden sich manche Entscheider in Unternehmen jetzt vielleicht fragen. Wäre doch prima, wenn wir künftig ohne hinreichend aktuelle Webseite auskämen und Kosten einsparen könnten. Nun, genau deshalb. Denn als PR-Freelancer weiß ich aus Erfahrung, dass so etwas gerade von kleinen Unternehmen gerne mal "ein wenig" missverstanden wird.
Im Klartext: Selbst wenn der Traffic rückläufig sein sollte (was viele Gründe haben kann), heißt das noch lange nicht, dass Unternehmenswebseiten damit obsolet geworden sind. Ganz im Gegenteil: Nach wie vor laufen dort alle Fäden zusammen, und eben hier sind relevante Unternehmensinformationen wie Leitbild, Portfolio, Kontakt etc. en bloc hinterlegt. Angesichts sinkender Besucherzahlen ist es also vielmehr allerhöchste Eisenbahn, die Weichen für einen inhaltlichen und/oder technischen Relaunch der eigenen Internetpräsenz zu stellen. Dazu möchte ich Ihnen nun zehn zielführende Tipps geben.


1. Definieren Sie Ihre Kommunikationsziele!

Die Webseite ist das Aushängeschild Ihres Unternehmens im Internet – nicht mehr und nicht weniger. Hier wollen Sie auf Ihre Kernkompetenzen und Leistungen hinweisen sowie Ihr unternehmerisches Selbstverständnis nebst Alleinstellungsmerkmal herausarbeiten. Alles Weitere sollte nicht in epischer Breite ausgewalzt werden. Sofern Sie keinen Webshop betreiben, ist das primäre Ziel ja "nur", Interesse zu wecken und Ihre Zielgruppe dazu zu bewegen, Kontakt mit Ihnen aufzunehmen. Zu viele oder zu tiefschürfende Informationen sind da eher hinderlich, und überzeugen kann man ohnehin viel besser im persönlichen Gespräch. Daher sollten Sie zuallererst einmal exakt festlegen, welche realistischen Kommunikationsziele Sie mit Ihrer Webseite erreichen wollen und können.

2. Wählen Sie eine möglichst einfache Struktur!

Nichts ist schneller weggeklickt als eine unübersichtliche Internetseite. Überfordern Sie Besucher also nicht mit einer Seitennavigation, die auf den ersten (und zweiten) Blick verwirrender wirkt als das Autobahnkreuz Duisburg-Kaiserberg in einer Luftaufnahme. Wählen Sie stattdessen eine einfache Seitenstruktur mit unmissverständlichen Menüpunkten. Und falls hier und da Untermenüs nötig sind, so vermeiden Sie es unbedingt, dass diese an völlig anderer Stelle auf dem Bildschirm erscheinen! Sonst können sie übersehen werden. Hier sind Aufklappmenüs direkt unter oder neben dem Hauptmenü das Mittel der Wahl. Und immer daran denken: Auf Webseiten sollte im Großen und Ganzen immer nur das gesagt werden, was dem Erreichen der Kommunikationsziele dient und für die Zielgruppe relevant ist. Gerade ältere Webseiten laufen in dieser Hinsicht bisweilen etwas aus dem Ruder.


3. Setzen Sie auf Responsive Webdesign!

Immer mehr Menschen surfen mobil, die Zuwachsraten sind in den vergangenen zwei Jahren enorm in die Höhe geschnellt. Tendenz weiterhin stark steigend. Manche Experten sprechen hierbei sogar von der eigentlichen digitalen Revolution. Daher ist es heute ein Muss, dass sich Webdesigns flexibel an die unterschiedlichen Ausgabeformate anpassen, Webseiten also auch ohne seitliches Scrollen auf mobilen Endgeräten wie Smartphones, Pads oder Tablets optimal dargestellt werden. Responsive Webdesign nennt sich das. Bleiben Sie hingegen bei einem starren Design, so werden in Zukunft "mobile Besucher" Ihre Webseite schneller wieder verlassen, als Sie Hoppla sagen können.

4. Arbeiten Sie per Content Management System!

Mit einem Content Management System (CMS) bzw. Redaktionssystem können Sie die Inhalte auf Ihrer Internetpräsenz selbstständig einpflegen und verwalten. Dazu müssen Sie sich nur mit ihren Zugangsdaten in den geschützten Bereich einloggen und können dann Texte überarbeiten, News einstellen, Bilder hochladen, neue Menüpunkte anlegen, das Layout ändern etc. Das ist schnell erlernt und macht Sie unabhängig von der zeitversetzten und nicht selten kostenpflichtigen Zuarbeit durch externe Dienstleister. Außerdem minimiert ein CMS das Risiko von Übertragungsfehlern und ermöglicht Ihnen insgesamt ein schnelleres Agieren und Reagieren im Web.


5. Lassen Sie Ihre Texte von Profis schreiben!

Die Verführung ist groß, bei der Erstellung redaktioneller Inhalte auf Texter-Börsen im Web zurückzuggreifen. Denn dort kostet Content nur ein Appel und ein Ei. Genauso ist dieser dann meist aber auch, da er in aller Regel von Amateuren verfasst wird. Wirklich hochwertige, individuelle und fehlerfreie Texte erhalten Sie so jedenfalls nicht. Dazu ist der Zeitdruck bei den Fließbandautoren zu groß – was unter anderem zur Folge hat, dass die teils aus anderen Quellen zusammenkopierten und danach umgeschriebenen Inhalte nur sehr vage auf Ihr Unternehmen zugeschnitten sind. Wenn überhaupt. Damit positiv im Wettbewerb auffallen und ein unverwechselbares Image aufzubauen, dürfte Ihnen schwerfallen. Hierfür sollten Sie ausschließlich mit Profis zusammenarbeiten, die sich vorab auch tatsächlich mit Ihrem Unternehmen beschäftigen.

6. Denken Sie an Suchmaschinenoptimierung!

Ohne SEO (Search Engine Optimization) kommen selbst die tollsten Webseiten nicht aus dem Quark. Sprich: auf die vorderen Plätze bei Google & Co. Unter Suchmaschinenoptimierung ist dabei die Gesamtheit aller technischen und textlichen OnPage- und OffPage-Maßnahmen zu verstehen, um Internetpräsenzen besser "ranken" zu lassen. Insgesamt ein ausgesprochen komplexes Feld, zu dem man im Web unzählige Tutorials findet. Einiges kann man damit schon selbst in die Wege leiten. Da aber SEO immer auch eine Operation am offenen Herzen ist, sollten Sie im Zweifelsfall auf professionelle Dienstleister zugrückgreifen. Wichtig ist in jedem Fall die Qualität und Zielgruppenrelevanz Ihres Contents und die Verwendung der richtigen Keywords. Eben darauf legt Google heute immer größeren Wert – und Ihre Zielgruppen vermutlich nicht minder.


7. Verwenden Sie gute Fotos und Grafiken!

Lesen am Bildschirm ist anstregend – doch Fotos, Grafiken, Infografiken und andere gestalterische Elemente entspannen das Auge des Webseitenbesuchers. Sie lockern die Textblöcke auf, wecken Interesse und sorgen erfahrungsgemäß für eine längere Verweildauer auf der Webseite. Außerdem unterfüttern sie die inhaltlichen Aussagen idealerweise mit zusätzlichen, leicht (be)greifbaren Informationen. Dazu sollte all dies von entsprechend hoher Qualität sein. Schlechte Fotos etc. hingegen können einen gesamten Webauftritt versauen. Deswegen kann ich Ihnen nur dringend raten, die Finger von "auf die Schnelle geschossenen" Handyfotos oder dergleichen zu lassen. Vertrauen Sie auch hier auf Profis oder machen Sie sich die Mühe, in seriösen Foto-Datenbanken nach passenden Motiven zu suchen. Dann sieht alles gleich viel besser aus.


8. Erwägen Sie die Einbindung von Social Media!

In Zeiten von Content Marketing und Social Media Marketing spricht vieles für den Aufbau und die strategisch durchdachte Nutzung eigener Social-Media-Präsenzen. Denn auf Facebook & Co. erreichen Sie immer größere Teile Ihrer Zielgruppe auch nach Feierabend, wenn man so will. Sollten Sie also an dieser Front aktiv sein, so empfiehlt es sich, Ihre sozialen Kanäle mit Ihrer Webseite zu verknüpfen. Dadurch generieren Sie hier wie dort mehr Traffic und erhöhen insgesamt Ihre Reichweite. Tipp: Google+ und Google My Business sollten Sie auf jeden Fall nutzen, denn das hat dem Vernehmen nach einen positiven Einfluss auf das Google-Ranking Ihrer Webseite.

9. Starten Sie einen Unternehmensblog!

Corporate Blogs haben sich hierzulande zwar noch nicht flächendeckend durchgesetzt, bergen aber jede Menge Chancen für die moderne Unternehmenskommunikation. So können sich Unternehmen durch einen sorgfältig auf ihre Unternehmensziele und die übergeordnete Kommunikationsstrategie abgestimmten Blog als Experten in ihrem jeweiligen Fachgebiet aufstellen und nach und nach an Reputation zulegen. Je mehr Leser Sie auf diese Weise mit für Ihre Zielgruppe relevanten Beiträgen erreichen, desto mehr Besucher "locken" Sie auch in andere Bereiche Ihrer Internetseite. Etwa durch die Verlinkung Ihres Portfolios. Gut also, dass sich Wordpress als derzeit führendes, kostenloses Blogging-Tool relativ leicht auf technisch akkuraten Webseiten implementieren lässt.


10. Nutzen Sie Analyse-Tools zur Optimierung!

Es gibt im Internet einen ganzen Haufen kostenloser Analyse-Tools, mit denen sich genau nachvollziehen lässt, wie viele Besucher auf Webseiten kommen, woher diese kommen, was sie dort so alles treiben etc. Diese Daten sind Gold wert, da sich Webseiten auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse fortwährend weiter optimieren lassen. Wenigstens die Nutzung von Google Analytics und Webmaster Tools sollte für Sie bzw. für den Webseiten-Administrator Ihres Unternehmens dabei Pflicht sein. Alles andere käme einem Blindflug gleich und ist fast schon fahrlässig. Schließlich ist Ihre Webseite ein zentrales Element Ihrer Unternehmenskommunikation und somit Teil der Geschäftsstrategie. Andernfalls können Sie sich die Kosten dafür auch gleich ganz sparen.

Nun, ich hoffe, Ihnen mit diesen zehn Tipps ein wenig weitergeholfen zu haben und gehe davon aus, dass in den Kommentaren unten noch der eine oder andere Punkt hinzukommt. Zumal sich über das hier nur äußerst knapp und stichwortartig umrissene Thema selbstverständlich noch sehr viel mehr sagen lässt. Klar für mich aber ist: Webseiten sind für Unternehmen nach wie vor wichtig, und der eingangs angesprochene Abgesang führt eher in die Irre. Allerdings sollte man dann auch einige der hier aufgeführten Aspekte berücksichtigen ...

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Sonntag, 28. September 2014

Warum Kommunikation eine Strategie braucht


Ohne Konzepte und Strategien bleibt die Unternehmenskommunikation kopf-, ziel- und wirkungslos. Profis ist das klar. Doch gerade kleineren Unternehmen ohne größere Vorkenntnisse sind diese Zusammenhänge oft noch etwas nebulös, und das kann dann zu Problemen führen. Der Versuch einer skizzenhaften (und stark idealisierten) Darstellung. 


Es kommt vor, dass mir neue Kunden auf die Frage, wer denn ihre Zielgruppe sei, Antworten wie "Ja, eigentlich alle so …" geben. Dies insbesondere bei Erstgesprächen in kleineren Betrieben, für die professionelle Unternehmenskommunikation noch völliges Neuland ist. Wirklich weiter bringt mich das dann nicht, da sich auf dieser Grundlage keine wirkungsvolle Kommunikationsstrategie entwickeln lässt. Im Falle der Public Relations käme das später sonst dem Versuch gleich, Mücken mit einem Fischernetz fangen zu wollen. Oder, wenn es um Social Media und Content Marketing geht, mit einem Lasso. Eine ausgesprochen undankbare Aufgabe, um es mal vorsichtig auszudrücken. 
Bitte verstehen Sie mich jetzt nicht falsch: Ich bin weit davon entfernt, mich darüber lustig zu machen. Vielmehr offenbart sich hier ein größeres Problem auf Seiten mancher KMU: das Fehlen einer hinreichenden konzeptionellen Basis für die Unternehmenskommunikation. Noch schwieriger wird's, wenn diese zuvor bei irgendwelchen Dumpinganbietern aufgeschnappt haben, wie leicht das alles geht und dass man nur ganz tolle Inhalte braucht etc. Das ist natürlich kompletter Unfug. Visitenkarten von Vistaprint sind ja schließlich auch kein Marketing.

Erschöpfend darstellen lässt sich ein solch komplexes Thema in einem Blogartikel nicht. Dennoch ist es mir wichtig, die Problematik zumindest ansatzweise zu skizzieren, um so ein paar hoffentlich hilfreiche Stichworte liefern zu können. Deutlich werden soll dabei vor allem, dass eine Kommunikationsstrategie einiger wichtiger "Vorklärungen" bedarf. Oder – je nachdem, wie viele Punkte noch ungeklärt sind – gegebenenfalls auch eines längeren Entwicklungsprozesses.


Unternehmensziele stehen am Anfang


Drei zentrale Begriffe sind damit schon gefallen: Konzept, Strategie und Inhalt. Wenn man so will, verhalten sich diese zueinander wie Bogen, Schusstechnik und Pfeil – alles drei benötigt man, um ein Ziel so exakt wie möglich treffen zu können bzw. sein jeweiliges Kommunikationsziel zu erreichen. Die Kommunikationsziele leiten sich dabei unter anderem aus der Positionierung (die erst im Kommunikationskonzept selbst ausgearbeitet werden kann) und den langfristigen Unternehmenszielen ab. Also letztlich aus der Antwort auf die Frage, wo man mit seinem Unternehmen überhaupt hin will. Kurzum, am Anfang des Prozesses steht erst einmal nur das Ziel fest. Mehr nicht. Auch die für die Kommunikation relevante Kernzielgruppe nicht.
Fangen wir also mit den Unternehmenszielen an. Jene sollten bereits im Businessplan festgehalten sein und dienen als Grundlage für die Erstellung eines Unternehmensleitbildes. Darin sind in Kurzform das Selbstverständnis und die Grundprinzipien des Unternehmens formuliert. Ferner die Leitidee: Was wollen wir erreichen und welchen Nutzen haben Kunden, Markt und Gesellschaft davon? Ohne Leitbild, das man nicht mal eben so zwischen Tür und Angel zusammenklöppeln kann, kommt man nicht weit, da sich sonst keine stimmige Corporate Identity entwickeln lässt. Diese wiederum beschreibt das Unternehmen ausführlich und für alle Akteure verbindlich in seiner Gesamtheit: Wer sind wir, wie handeln wir, und wodurch heben wir uns von anderen ab? Die Corporate Identity ist gewissermaßen der "Baukasten" mit Versatzstücken für die Generierung von Kommunikationskonzept und -strategie.

(Zwei kurze Anmerkungen: In der Praxis können sich diese Schritte durchaus überschneiden. Ferner unterscheide ich nicht weiter zwischen Marketing- und PR-Konzepten, da trotz der am Ende voneinander abweichenden Zielrichtungen für beide grundsätzlich das Gleiche gilt.)


Per Analyse zu Konzept und Strategie


Nun gut. Und steht die Corporate Identity dann einmal, so weiß man zwar schon allerhand über das eigene Unternehmen und auch das eine oder andere über Umwelt, Markt, Wettbewerb und Kunden. Aber ohne eingehendere Analyse all dieser Faktoren nebst SWOT-Analyse (Stärken-Schwächen-Chancen-Risiken) ist keine klare Positionierung für die Unternehmenskommunikation unter Herausarbeitung des Alleinstellungsmerkmals möglich. Zu klären sind hierbei noch sehr spezifische Fragen wie: Durch welche quantifizierbaren Eigenschaften heben wir uns denn nun tatsächlich im Wettbewerb ab? Wie können wir unsere Zielgruppe genauer eingrenzen und sogenannte Personas identifizieren? Welches sind unsere Kommunikationsziele und mit welchen Themen und Inhalten und welchen kommunikativen Mitteln können wir diese in überprüfbarer Weise erreichen?

All das und noch viel mehr wird per Kommunikationskonzept beantwortet und mündet in eine Strategie mit eindeutigen operativen Vorgaben sowie der Planung konkreter Maßnahmen. Dafür muss ein entsprechendes Budget vorhanden sein bzw. bereitgestellt werden. Guter Wille alleine reicht da nicht.
Okay, eine Menge Holz, ich weiß. Aber aus den eingangs genannten Gründen unabdingbar. Denn sind keine oder nur zu wenige dieser Punkte vorab geklärt, so können weder Unternehmen noch Kommunikationsdienstleister wissen, wen man wie, womit und warum erreichen soll. Das Scheitern ist dann vorprogrammiert. "Machen Sie einfach mal, Sie sind schließlich der Profi" ist jedenfalls keine Lösung. Auch so ein Satz, den ich gelegentlich mal höre. Genau dann steht man am Ende doch nur wieder vor der Wahl, entweder per Fischernetz und Lasso auf Mückenfang gehen zu müssen oder dem Kunden eine Absage zu erteilen. Beides irgendwie blöd, finde ich.

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